Ballaststoffe statt Abführmittel

„Chronische Verstopfung sollte nicht sofort mit Medikamten behandelt werden. Als Erstes seien eine ballaststoffreiche Ernährung, bis zu zwei Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag und regelmäßige Bewegung angezeigt. Flohsamenschalen und Weizenkleie könnten ergänzend ausprobiert werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hin. Abführmittel sollten erst dann genommen werden, wenn die Beschwerden auf einer Darm-Transportstörung beruhen.“

Gefunden in: Sächsische Zeitung, 15. August 2013

Ergänzungen:

Was sind Ballaststoffe?                                                                                                     Ballaststoffe sind keine geheimnisvollen, schweren Elemente, sondern meist langkettige Kohlenhydrate. Diese Kohlenhydrate können im Dünndarm nicht verdaut werden, weshalb sie als nützlicher Ballast in den Dickdarm wandern.

Was sind Flohsamen?                                                                                                         Die Flohsamen haben nichts mit Flöhen zu tun, sondern sind ein rein pflanzliches Produkt mit einem sehr hohen Anteil an Ballaststoffen. In den Handel kommen nur die gemahlenen Schalen. Das Ganze sieht aus wie Sägemehl und ist gewöhnungsbedürftig. Aber es funktioniert: die Flohsamenschalen in ein Glas Wasser einrühren und trinken.

Was ist ein gutes Abführmittel?                                                                                     Das nahe liegendste Abführmittel ist eines, wofür der Werbespot erst noch erfunden werden muss: der Irrigator (Klistier). Mit ihm macht man einen Einlauf. Das Gerät gibt es im Sanitätshaus oder im Netz (ca. 6 Euro).

Fazit: Es mag ein bisschen merkwürdig aussehen, aber es hilft. Einfach mal ausprobieren.